Was Geburtstage so an sich haben, ist ein kurzer Blick in die Vergangenheit. Was ist passiert, wieso ist es passiert und für welchen Weg hast du dich entschieden. Fragen ans Leben stellen, die niemals beantwortet werden. Weil irgendwie beides in der Vergangenheit liegt: die Frage und die Antwort. Es geht darum sich selbst ins Gedächtnis zu rufen, wie weit man gekommen ist, was man dafür geopfert hat, was man gewonnen und verloren hat. Geburtstage sind seltsam. Man möchte nichts lieber, als ins neue Lebensjahr starten und wissen, was die Zukunft bringt. Und gleichermaßen möchte man die Zeit anhalten, weil es nie wieder so werden kann wie jetzt.

 

Man sagt immer, das Leben ist eine Reise. Und ja, irgendwie ist es das auch. Aber eben eine Reise ohne Karte, ohne Reiseleiter und ohne Sicherheit, wann und wo man ankommen wird. Unser Gepäck besteht aus jeder Menge gutem Willen, Mut und der richtigen Portion Abenteuerlust. Und wo wir können, füllen wir unsere Trinkflasche auf mit Erfahrung und Erinnerungen. Wenn wir Glück haben, gehen ein paar Menschen vielleicht kurz den selben Weg, oder wenigstens in die selbe Richtung. Einige halten unsere Hand und helfen uns über ein paar Stolpersteine, andere treffen wir nur kurz, bevor sie uns wieder verlassen und eine andere Richtung einschlagen. Wir sehen viel. Und lernen noch mehr. Aber schlussendlich sind wir doch nur Reisende, auf der Suche nach einem Ziel. Wir sind unterwegs durchs Leben - und haben meistens keine Ahnung, was wir eigentlich tun oder wohin wir gehen. Und - was mich betrifft - hab ich meistens auch keine Ahnung wo ich überhaupt bin.

 

Wir sind unterwegs durchs Leben. Ständig auf der Suche nach irgendwas. Nach Liebe, Nähe, Geborgenheit, ein wenig Glück, nach uns selbst. Und Geburtstage sind diese immer wiederkehrenden Streckenposten, an denen wir kurz stehen bleiben können, das Glas erheben und darauf trinken, dass wir es irgendwie bis hierher geschafft haben.

 

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie ich es bis hierher geschafft habe. Siebenundzwanzig Streckenposten, 9862 Tage durchs Leben geirrt, gefallen, aufgestanden, weitergegangen. Das Leben ist seltsam.

Enttäuscht.

Mittwoch, 12. März 2025

Hin und wieder vergeht die Zeit so schnell, dass die Tage vor deinen Augen verschwimmen. Irgendwie gleicht einer dem anderen, ob es elf Uhr am Vormittag oder drei Uhr am Nachmittag ist macht keinen Unterschied. Morgens aus dem Bett, schnell ein Kaffee, ab in die Arbeit. Stress hier, mach noch schnell da, abends komplett zerstört nach Hause. Duschen. Schlafen. Alles wieder von vorne. Und dann, ganz plötzlich und ohne Vorwarnung passiert etwas. Ein wirklich guter Witz, der einen wirklich und echt zum Lachen bringt. Eine kleine, nette Geste, die einem irgendwie den Tag versüßt. Oder eine völlig unerwartete Frage, die einen irgendwie komplett aus der Bahn wirft.   "Was heißt eigentlich enttäuscht?"   Nun... was...

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Bezaubernd.

Sonntag, 26. Januar 2025

Hin und wieder passiert es. Einfach so, aus dem Nichts, ganz plötzlich und unerwartet. Erst trotten wir noch teilnahmslos und abgestumpft durchs Leben, verlassen niemals unsere Spur und wissen oft wochenlang nichtmal genau welcher Tag eigentlich ist und auf einmal... ein Funke. Ein kleines Glitzern. Ein paar Herzschläge lang hat uns irgendwas verzaubert. Es mag ein gutes Buch sein, ein toller Film. Vielleicht ein toller Mensch. Ein gutes Glas Wein. Ein wunderschönes Lied. Und immer wenn es passiert ist, fragen wir uns, wieso es eigentlich nicht öfter geht. Wieso können wir uns nicht öfter ein wenig bezaubern lassen. Unsere Ansprüche sind irgendwann zu hoch geworden. Keine Schlagzeile ist zu schlimm oder...

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Zerbrochen.

Samstag, 25. Januar 2025

We are all broken. That’s how the lights get in. (Ernest Hemingway)   Es gab mal eine Zeit, ganz früher, fast unspürbar mit unserem Leben verflochten, da waren wir ganz. Da war nichts schwer, nichts kompliziert oder undurchsichtig. Schule, Hausaufgaben, Freundschaften. Pünktlich zu Hause sein, zu einer bestimmten Zeit schlafen gehen, unser Zimmer aufräumen. Es war so schrecklich unbeschwert. Wir konnten es nicht erwarten endlich erwachsen zu werden, selbst zu bestimmen wann wir zu Hause sind, wann wir schlafen gehen wollen oder wann genau wir aufräumen mussten. Das Leben war so unfassbar lang und es gab so furchtbar viel zu entdecken. Plötzlich vergingen die Jahre. Wir fanden uns wieder in so schrecklich...

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Kapitel 4: Akzeptanz.

Samstag, 21. September 2019

Wenn das Leben dir Zitronen schenkt - mach Limonade drauß! So ungefähr lautet das Mantra, wenn das Leben dir sagen will: wenn was passiert das Scheiße ist, mach das Beste draus.   Wie umsetzbar ist das bloß? Nun, ich würde mal behaupten wollen, zu allererst kommt es auf die Schwere der Situation an. Denn ja! es gibt einige Lebenslagen, in denen "Scheiß drauf, mach das Beste draus" absolut nicht anwendbar ist. Der Weg zum Glück geht also nicht über die "Scheissegal-Brücke", er geht eher über die Kreuzung: Erfahren und Erkennen. Und wer diese Kreuzung passiert hat, sollte sich im Idealfall immer halten in Richtung "Akzeptanz". Das Leben ist gepflastert mit Schicksalsschlägen. Sei es nun ein...

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Kapitel 3: Entdecke dich selbst.

Dienstag, 17. September 2019

Auf der Suche nach dem Glück macht man das einzig Richtige: man fragt andere Menschen, die einem glücklich erscheinen. Was ist dein Geheimnis, hast du einen Tipp, was hat dir geholfen, wieso bist du so glücklich? Recherche! Vielleicht kann man eine Gemeinsamkeit entdecken, je mehr Menschen man danach fragt.   Gibt es vielleicht wirklich eine allgemein gültige Formel für Glück und bis jetzt hat sie nur niemand niedergeschrieben, um sie mit der Welt zu teilen?     Die ernüchternde Erkenntnis kommt ca. nach dem zehnten Gespräch übers glücklich sein: nein, eine allgemein gültige Formel gibt es natürlich nicht. Es gibt auch keinen Allround-Tipp oder einen besonders intelligenten Satz, der alles zuammenfassen würde. Es gibt auch kein...

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